Das "Schalentier" in der Lunge

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Schwabe
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Das "Schalentier" in der Lunge

Beitrag von Schwabe »

Verständlich gesagt geht es um Lungenkrebs, meine Erfahrungen damit, und wie das meine Entscheidungen und Arbeiten an den beiden Womos beeinflusst. Ich freue mich auf Kommentare ;) aber hauptsächlich geht es mir darum, euch meine Erfahrungen ganz locker -und keinesfalls vollständig oder sogar medizinisch auch nur annähernd korrekt :!: - mitzuteilen. Wer weiß, vielleicht kann das sogar in "Corona-Zeiten" jemand dabei helfen, sich Leid usw. zu ersparen.
Der erste Eintrag wird wohl "etwas" zu lang für einen "Zwitscher"-Beitrag :lach1:
Für alle, die darauf keinen Bock haben, gleich die Gelegenheit zum Ausstieg...
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Schwabe
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Re: Das "Schalentier" in der Lunge

Beitrag von Schwabe »

Mögliche Ursachen gibt's bei mir viele. Ich bin Jahrgang 1959 und aufgewachsen an einer der Hauptstraßen, die nach und aus Stuttgart führten. Den Straßenbelag sah ich in den Lücken zwischen den Autos höchstens mal am sehr frühen Sonntag Morgen. Heute weiß man, dass das nicht nur Ohren, Schlaf und so schädigt.
Im zarten Alter von 15 Jahren habe ich angefangen zu rauchen. Eigentlich, weil es unmöglich war, dass damalige Gymnasial-Deutschlehrer und ich sich längere Zeit im selben Raum aufhielten. Irgendwie hatten wir verschiedene Ansichten über die Welt, das Universum, die deutsche Sprache und so :pfeif: Und Ziggies klauen aus Langeweile, zum verkaufen und Geld verdienen oder zum selbst rauchen war einfach zu einfach :D
Dazu kommt, dass bei meinen vielen Schüler- und Studentenjobs unter anderem in Kneipen, Discos, chemischen Reinigungen, Lackfabriken und auf Baustellen aller Art sich damals noch niemand Gedanken über Dinge wie mitrauchen, Ruß, polychlorierte Kohlenwasserstoffe, Asbest und so machte :wtf:
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Kerosinchen
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Re: Das "Schalentier" in der Lunge

Beitrag von Kerosinchen »

Ja das ist ganz schlimm!
Es gibt soviele Sachen die Krebs auslösen;wo man selbst heute nicht alles weiß.Oder sogar die Augen zu macht
weil man den Verursachern garnicht immer aus dem Weg gehen kann.Wie Duschgel Schampoo usw.

Meine Ma hatte wahrscheinlich Krebs bekommen weil sie bei der Sparkasse gearbeitet hatte.
Und diese Räume bzw Wände teiweise aus Asbest bestanden.Die Gefährlichkeit war zu der Zeit des Bauens des Gebäudes noch nicht bekannt.
Mitbekommen hat sie es erst später als umgebaut wurde und rumgedruckst wurde warum...

Im Laufe der Jahre hat ein Kollege nach dem anderen Krebs bekommen.

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Schwabe
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Re: Das "Schalentier" in der Lunge

Beitrag von Schwabe »

Tja, die krebsauslösenden Mittel werden nicht weniger, eher mehr :( Eigentlich sind bei vielen Krebsarten die Überlebenschancen ja heutzutage garnicht schlecht - wenn man den Dreck rechtzeitig bemerkt :!: Das ist das erste, was ich gelernt habe. Lieber bei den kleinsten Anzeichen ein paarmal zuviel in die Hausarztpraxis als einmal zu wenig...

Roland, wann habe ich eigentlich die beiden Hanobenze bei dir abgeholt? Den weißen vom gepflasterten Hof und den blauen von der Wiese. Von deinem selbst gebauten Aufzug über "nicht-bremsen-können" bis zum HP-PC von ...einem anderen Mitglied unseres kleinen Forums hier war das alles echt abenteuerlich. Aber "dank" dessen, was oft
"Chemo-Demenz" genannt wird, habe ich keinerlei Zeitgefühl mehr und müsste nachsehen oder nachrechnen :denk1:

Richtig bewusst, dass ich ernsthaft krank bin, wurde mir zu Anfang der "Corona-Zeiten" im Frühjahr 2020. Obwohl es wärmer wurde, wurde ich immer kurzatmiger. Bis ich zuletzt nach 20m im Schneckentempo anhalten und hecheln musste wie ein kanadischer Schlittenhund bei +50°C im Schatten :o
Bis dahin hatte ich aber nicht nur den weißen Hanobenz total zerlegt, sondern auch das Fahrerhaus von Tante Emma weitgehend "ausgeweidet", um es endlich -und diesmal richtig und nachhaltig- zu entrosten, zu spachteln usw. und zu lackieren. Gaaanz langsam und gemütlich wäre das normalerweise nach 3-4 Wochen erledigt. Normalerweise...
Als wirklich fast nix mehr ging, bin ich endlich zu meiner Hausärztin. Es folgten Leistungsmessung der Lunge ("Sie ist rein rechnerisch ca.160 Jahre alt"), normales röntgen, wegen unklarem Befund CT und die Diagnose "Lungenkrebs" :(
Und der Rat meiner Ärztin "Gehen Sie nach BaWü in die Nähe Ihrer Familie..."
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doncagiva
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Re: Das "Schalentier" in der Lunge

Beitrag von doncagiva »

Moin Ralf,

Du hast die beiden Busse am 2.5.2018 abgeholt.
Den blauen Ersatzteilspender um 14:00 und den Weißen kurz vor 20:00...
Leider gibt es kein Video davon, wie ich den Blauen über die Strasse gefahren hab,
damit er aus eigener Kraft auf den Anhänger gefahren ist.
Die Rostspur auf der Strasse war schon beachtlich... ;)
Aber das hat ja nichts mit dem Fahrwerk und dem Antrieb zu tun...

Hier der Blaue:
Bild

Ein Video zu seinem Start und Zustand gibt es auf meinem Mini-Kanal bei Youtube.

Hier der Weiße am Abend:
Bild
Gruß von Roland

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Schwabe
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Re: Das "Schalentier" in der Lunge

Beitrag von Schwabe »

Ganz kurz: So sehen sie jetzt gerade aus:

Bild

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doncagiva
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Re: Das "Schalentier" in der Lunge

Beitrag von doncagiva »

Somit geht es dem Weißen schon recht gut und der Blaue sollte ja eh nur Spender sein,
der ist echt durch bis auf seinen Antrieb.

Ansonsten hoffe ich für Dich, dass das Schalentier bald Vergangenheit wird...
Alles Gute für Dich!

Hier das Video zu dem Zustand des Spenders (dem Blauen) damals:



banana banana banana banana banana banana
Gruß von Roland

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Schwabe
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Re: Das "Schalentier" in der Lunge

Beitrag von Schwabe »

Stimmt. Zum Transport haben wir nochmal angehalten, ein paar Scheiben raus genommen, die Türen zugebunden und die ganze Kiste mit Spanngurten verschnürt wie ein Weihnachtspäckchen :D
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Re: Das "Schalentier" in der Lunge

Beitrag von Schwabe »

Weiter in meiner Geschichte, jetzt kommt der etwas schönere Teil.
Meine ältere Schwester war über 20 Jahre die Chefin der Bronchoskopie einer Lungenfachklinik bei Stuttgart. Einige Ärzte bis zu Pflegern von dort sind heute als Professoren und Fachpersonal am Uniklinikum Tübingen, fast alle treffen sich regelmäßig :bier: Deshalb ging's ziemlich schnell, alsich die ganzen Unterlagen aus Salzwedel meiner Schwester geschickt hatte. Mein Bruder hat mich abgeholt und dann folgten mehrere Termine je drei bis fünf Tage im UKT für Punktierung des Pleura-Ergusses hinten rechts mit über 1,5L :shock: PET-CT, MRT, Bronchoskopie, mehrmalige Biopsie blabla, also das volle Programm. Unangenehm waren nur zwei Tage nach der letzten Biopsie, weil ich da "den ganz dicken Katheder" in der Luftröhre hatte. Anderseits hatte ich schon so manche Erkältung mit schlimmeren Halsschmerzen.
Ich kann nur sagen, wenn ihr das irgendwie regeln könnt, lasst euch in's UKT einweisen :!: Ich bin ganz stinknormaler Kassenpatient, trotzdem war alles und waren vor allem alle von Pflegepersonal bis zu den Ärzten (auch bei Auf- und Erklärungsgesprächen!) absolut First Class. Und das nicht nur bei mir, von wegen meine Schwester und so, das ist dort eben so :thup: :thup: :thup: :thup: :thup:
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Re: Das "Schalentier" in der Lunge

Beitrag von Schwabe »

Noch zwei Nachträge zu den Hanobenzen (Ich hab' die echt schon fast drei Jahre? Tja, Krankheit und so :( ):
1. Den weißen ohne Motor ca.100km zu ziehen, war ...abenteuerlich... trotz gutem Doppelachstrailer und dem Bus darauf wirklich am vorderen Anschlag. Hätte ich das geahnt, hätte ich "etwas" Gewicht hinten in's Zugfahrzeug oder vorne auf den Trailer geladen.
2. Nach vielen schweißtreibenden, staubigen und nicht zuletzt teuren Fehlversuchen bin ich drauf gekommen, dass es zum entfernen aller Arten von Beschichtung -auch Rost und die relativ weiche Werks-Innenbeschichtung :!: - auf Blech nur eine einzige vernünftige Lösung gibt: CSD-Scheiben auf einer drehzahlgeregelten "Einhandflex" :daumenhoch1:
Ungefähr halbe Drehzahl, kein Druck, an Kanten immer mit "ablaufender" Scheibe arbeiten, dann hält sich auch der Verbrauch in Grenzen.
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